Tübinger Summer School 2017

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--- Anmeldefrist verlängert bis 23. Juni 2017 ---

"Schreiben in der Qualitativen Forschung"

 31. Juli und 1. August 2017 in der Alten Aula der Universität Tübingen

Die Graduiertenakademie der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Tübingen lädt Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aus Tübingen und anderen Universitäten herzlich zur Summer School „Schreiben in der Qualitativen Forschung“ am 31. Juli und 1. August 2017 ein. (Bitte laden Sie hier Flyer zur School herunter)

 

Worum es geht

 

Wer eine empirische Qualifikationsarbeit schreibt, steht je nach Phase im Forschungsprozess vor ganz unterschiedlichen Fragen der Verschriftlichung: Wie formuliere ich meine Forschungsidee gegenüber Forschungsförderern? Wie schreibe ich ‚im Feld‘? Welche Arten des Schreibens erfordert die Materialanalyse? Wie stelle ich die Ergebnisse in einem internationalen Kontext angemessen dar? Im Rahmen der Summer School und angeleitet durch erfahrene und international renommierte Praktiker und Praktikerinnen erproben, diskutieren und reflektieren die Teilnehmenden adäquate Verschriftlichungsformen für unterschiedliche Phasen ihres Forschungsprozesses. Es werden sechs parallele Workshops angeboten, und es gibt jeweils die Möglichkeit zur aktiven oder passiven Teilnahme in einer der Werkstätten. Wählen Sie bitte den Workshop, der Ihren aktuellen Schreibaufgaben am nächsten kommt.

Teilnehmen können Sie an den Workshops in aktiver Form, indem Sie Material aus der eigenen Forschung für die Gruppenarbeit einbringen, oder aber in passiver Form, indem Sie am exemplarisch bearbeiteten Material anderer Teilnehmender lernen.

 

Workshops:

AG 1.Von der Idee zum Projekt - Exposeeentwicklung für fortgeschrittene Masterstudierende

Leitung: Jun.-Prof (Lehre) Dr. Ursula Offenberger

Erstmals speziell für Masterstudierende: Sie spielen mit dem Gedanken einer Promotion und haben schon eine Idee? In diesem Workshop können fortgeschrittene Masterstudierende auf Grundlage eines Exposees ihr Vorhaben zur Diskussion stellen.

 

AG 2 Anträge und Exposees für qualitativ-empirische Projekte

Leitung: Prof. Dr. Rainer Diaz-Bone (Universität Luzern, Schweiz)

Exposees und Forschungsanträge sind eine besondere Form der schriftlichen Darstellung: Sie müssen zum einen kenntnisreich und fachlich ausgewiesen, zum anderen verständlich und nachvollziehbar sein. Wie kann es gelingen, Forschungsinteressen auf überzeugende Weise in das vorgeschriebene Format zu bringen? Rainer Diaz-Bone ist Soziologe, forscht selbst empirisch und ist erfahrener Fachgutachter.

 

AG 3. Selbstreflexion und Gedankenverfertigung beim Schreiben

Leitung: Prof. i.R. Dr. Franz Breuer (Universität Münster)

Im Mittelpunkt dieses Workshops stehen Formen „informellen Schreibens“: Wie können eigene/personale Resonanzen und Assoziationen in der Involviertheit mit dem Thema und dem Forschungsfeld fokussiert und für die Entwicklung von Ideen genutzt werden? Welche Erfahrungen haben die Workshop-Teilnehmenden mit selbst-/reflexiven Schreib-Formaten gemacht - etwa bei Memos und im Forschungstagebuch? Welchen Stellenwert besitzt diese persönliche Schreib-Kultur für sozialwissenschaftliche/s Arbeiten, Erkenntnisbildung und das Zustandekommen eines wissenschaftlichen Textes?

 

AG 4. Vom Bild zum Wort - Textform Bildinterpretation

Leitung: Dr. Aglaja Przyborski (Universität Wien, Österreich)

Bildkommunikation im Alltag kommt oft ohne Sprache aus. Für die wissenschaftliche Bildinterpretation ist es unumgänglich Bilder in ihrem Eigensinn auf den Begriff zu bringen. Dabei müssen Aspekte von Bildlichkeit und Körperlichkeit, wie: Perspektive, planimetrische Komposition, Mimik und Gestik beschrieben werden. In diesem Workshop geht es darum, wie man schreibend ikonische Aspekte des Bildes im Rahmen der Bildinterpretation erfasst.

 

AG 5. Ethnographisches Schreiben

Leitung: Dr. Katja Hericks (Universität Potsdam)

Anders als Interviews, Videos oder Dokumente sind Feldnotizen nicht nur durch die Forschenden strukturiert, sondern vollständig von ihnen konstruiert. Dieser Workshop befasst sich damit, wie aus dem Erleben der Forschenden sinnhafte Aussagen über das Feld gemacht werden können, ohne in die Falle zu tappen, die aus der Beobachtung zweiter Ordnung resultieren. Die Analyse muss damit umgehen, dass der Text unsere Gefühle, unsere Weltanschauung und unsere Urteile enthält, denn gerade in ihnen liegt die besondere Chance der Ethnographie.

 

AG 6. Qualitative Forschung Publizieren

Leitung: Prof. Dr. Monika Wohlrab-Sahr (Universität Leipzig)

Die Ergebnisse qualitativer Forschung in Zeitschriften zu publizieren erweist sich oft als schwieriges Unterfangen. Die Standardformate wissenschaftlicher Aufsätze passen selten zu den Anforderungen einer materialreichen und differenzierten Argumentation interpretativer und rekonstruktiver Studien. Die eingereichten Texte wiederum bilden oft den Weg vom Material zur Generalisierung schlecht ab. Der Workshop thematisiert anhand von Beispielen Schreibformate und -stile sowie Publikationsstrategien für Zeitschriftenpublikationen.

 

Workshopablauf

 

Montag, 31.07.2017

12.00 – 13.00 Uhr  Anmeldung und Begrüßungskaffee

13.00 – 13.15 Uhr  Begrüßung durch die Workshop-OrganisatorInnen

13.15 – 14.00 Uhr  Eröffnungsvortrag: JunProf. Dr. Ursula Offenberger: "Qualität und Reflexivität" 

14.15 – 18.00 Uhr  Sitzung der Arbeitsgruppen 1-6:

Kurzvorstellung der Dissertationsprojekte, Input und Diskussion zum Verhältnis von qualitativer Forschung und Schreibprozessen, Arbeit am exemplarischen Textmaterial, praktische Übungen

ab 19.00 Uhr        Gemeinsames Abendessen im Gasthaus Neckarmüller in Tübingen

                               (separate Anmeldung; auf eigene Kosten)

 

Dienstag, 01.08.2017

09.00 – 11.00 Uhr  Sitzung der Arbeitsgruppen 1-6: Fortsetzung der Text- und Schreibarbeit

11.00 – 11.30 Uhr  Kaffeepause

11.30 – 13.00 Uhr  Sitzung der Arbeitsgruppen 1-6

13.00 – 14.00 Uhr  Mittagspause

14.00 – 16.00 Uhr  Sitzung der Arbeitsgruppen 1-6

16.00 – 16.30 Uhr  Kaffeepause

16.30 – 18.00 Uhr  Abschlussplenum

 

Location

 

Die Summer School findet in der Alten Aula der Universität Tübingen statt, dem ältesten Gebäude der 1477 gegründeten Universität. Vor wenigen Jahren kernsaniert und restauriert, ist die Alte Aula mit ihrer attraktiven Lage gleich neben der historischen Stiftskirche mitten in der Tübinger Altstadt ein hervorragender Ort für konzentriertes gemeinsames Arbeiten in angenehmem Ambiente. Informationen zur Anfahrt erhalten Sie hier.

 

Teilnahme und Anmeldung

 

Aktiv Teilnehmende bringen eigenes Textmaterial aus ihrem Forschungsvorhaben ein. Die Auswahl findet unter Berücksichtigung der spezifischen Lernziele der einzelnen AGs statt. Für eine aktive Teilnahme reichen Sie bitte folgende Unterlagen ein: das Anmeldeformular zur Veranstaltung, sowie: Thema, Fragestellung, (geplantes) empirisches Vorgehen Ihres Projektes (max. 500 Wörter) und 2-4 kurze Fragen an die/den DozentIn des Workshops. Im Fall der Annahme werden Sie in Absprache mit den DozentInnen gebeten, exemplarische Auszüge Ihres Datenmaterials für die Gruppenarbeit bereit zu stellen.

Material je nach AG:

AG 1: Entwürfe und Exposees

AG 2: Dissertationsexposee/Forschungsantrag (ggf. auch Entwürfe oder Skizzen)

AG 3: Beispiele für eigenes analytisches Schreiben inkl. dazugehöriger empirischer Materialauszüge

AG 4: Bildmaterial und erste Interpretationen

AG 5: Eigene Texte aus der ethnographischen Arbeit

AG 6: Skizzen oder Entwürfe für Fachaufsätze

BewerberInnen für aktive Teilnahme werden wir bis Ende Juni 2017 informieren, ob ihr Projekt in einem Workshop diskutiert werden kann.

Übernachtungskosten für aktiv Teilnehmende übernimmt die Universität Tübingen.

 

Indem passive Teilnehmende an fremden Texten arbeiten, erhalten sie exemplarische Einblicke in spezifische Schreibstrategien und Textformate und entwickeln gemeinsam Lösungsmöglichkeiten für das Verfassen eigener Analyse- und Präsentationstexte, die für das eigene Promotionsprojekt von Nutzen sind.

 

Anmeldung: Bis 1. Juni 2017 unter qualitative-forschung(at)ifsoz.uni-tuebingen.de

Bitte nutzen Sie zur Anmeldung dieses Formular, das Sie uns bitte als WORD-Dokument ausgefüllt zurück mailen.

Teilnahmegebühr (inklusive Tagesverpflegung):

50 € für Teilnehmende der Universität Tübingen

60 € für Teilnehmende anderer Universitäten

 

Organisation: Jörg Strübing, Barbara Stauber, Ursula Offenberger, Anno Dederichs, Susanne Panzitta und Matthias Leger

 

Diese Veranstaltung wird durch das Zukunftskonzept der Universität Tübingen (Deutsche Forschungsgemeinschaft, ZUK 63) gefördert.

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